Es hat diesmal nicht gereicht. Aber fast 5.000 Stimmen zeigen mir: Es lohnt sich, weiterzumachen.
Die Stadtratswahl 2026 ist entschieden. Ich habe den Einzug in den Stadtrat verpasst und bin Nachrücker auf Platz 18 der SPD-Liste. Trotzdem – oder gerade deshalb – bin ich dankbar.
Dankbar für jede Stimme, für jedes Gespräch auf der Straße, für jeden Hinweis und jeden Zuspruch. Demokratie passiert nicht nur am Wahltag, und ich nehme aus diesem Wahlkampf sehr viel mit.
Die Zahlen
| Stimmen gesamt 4.978 stadtweites Ergebnis (bis zu 3 Stimmen pro Wähler möglich) | Platz in der SPD-Liste 18 / 44 trotz Listenplatz 19 vorgearbeitet |
| Innenstadt / Stadtmitte 1.165 Platz 7 der SPD im Heimatrevier | Aschaffenburg Ost 633 Platz 11 der SPD im angrenzenden Ortsteil |
Besonders der starke Rückhalt in der Innenstadt freut mich. Hier bin ich zu Hause, hier kenne ich die Menschen und ihre Anliegen – und das hat sich offenbar ausgezahlt.
Alle Ergebnisse der Stadtratswahl 2026 in Aschaffenburg
Ein schwieriges Umfeld
Das Ergebnis meiner Kandidatur lässt sich nicht ohne den Blick aufs Gesamtbild bewerten. Die SPD verlor stadtweit 4,4 Prozentpunkte – ein deutlicher Rückgang, der die Messlatte für jeden einzelnen SPD-Kandidaten höher gelegt hat. Gleichzeitig trat Die Linke erstmals an und holte aus dem Stand 5,9 % – Stimmen, die im linken Lager früher auch zur SPD gegangen wären. Und die AfD legte um 7,7 Punkte zu und zieht nun mit sechs Sitzen in den Stadtrat ein.
Diese Konstellation hat den Weg in den Stadtrat für mich nicht gerade leichter gemacht. Umso mehr nehme ich die fast 5.000 Stimmen als echtes Signal – gewonnen trotz Gegenwind.
Was bleibt
Als Nachrücker stehe ich bereit. Scheiden gewählte SPD-Mitglieder aus dem Stadtrat aus, rücke ich nach. Das ist keine Tröstung – das ist eine reale Möglichkeit, die ich ernst nehme.
Die Zahlen zeigen mir aber auch, wo ich noch Arbeit vor mir habe. In der Innenstadt war der Rückhalt stark – in Damm, Schweinheim, Nilkheim und anderen Stadtteilen bin ich schlicht noch zu wenig bekannt. Das ändere ich. Nicht nur im nächsten Wahlkampf, sondern ab sofort: durch Präsenz, durch Gespräche, durch Engagement auch dort, wo mich noch nicht jeder kennt.
Beim nächsten Mal trete ich als Aschaffenburger an – nicht nur als Kandidat der Innenstadt.
Danke. Von Herzen.
Kassra Adloo

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