Gestern Abend habe ich an der Podiumsdiskussion der Industrie- und Handelskammer Aschaffenburg teilgenommen, bei der sich die Kandidatinnen und Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters den Fragen der lokalen Wirtschaft gestellt haben. Der Saal war gut gefüllt – vor allem mit Unternehmerinnen und Unternehmern, die klare Erwartungen an die zukünftige Stadtpolitik formuliert haben.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen zentrale Zukunftsthemen für Aschaffenburg: wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Planungssicherheit, Bürokratieabbau, die Energiewende sowie die Stärkung von Bildung und Ausbildung. Besonders deutlich wurde dabei, dass viele Betriebe weniger Ankündigungen, sondern vor allem verlässliche, umsetzbare Lösungen erwarten.

Wirtschaft denkt langfristig – Politik muss mitziehen
Die anwesenden Unternehmen machten klar, dass Investitionen nur dort stattfinden, wo Prozesse transparent sind und Entscheidungen planbar bleiben. Genehmigungsverfahren, digitale Verwaltung und verlässliche Energie- und Standortpolitik wurden mehrfach angesprochen. Das sind Punkte, die ich aus eigener unternehmerischer Praxis sehr gut kenne.
Als Unternehmer weiß ich: Zeit ist ein entscheidender Standortfaktor. Wenn Betriebe monatelang auf Entscheidungen warten, kostet das nicht nur Geld, sondern auch Vertrauen.
Ausbildung ist Standortpolitik
Ein Thema, das mir persönlich besonders wichtig ist, war die Zukunft der Jugend. Wir bilden in unserem Unternehmen selbst junge Menschen aus und erleben täglich, wie entscheidend gute Rahmenbedingungen für Ausbildung und berufliche Perspektiven sind. Ausbildung ist kein Nebenthema – sie ist aktive Wirtschaftsförderung und eine Investition in die Zukunft unserer Stadt.
Aschaffenburg braucht mehr Sichtbarkeit für Ausbildungsbetriebe, bessere Vernetzung zwischen Schulen und Unternehmen und eine Stadtpolitik, die junge Menschen nicht nur hält, sondern gezielt fördert.
Fazit
Die Podiumsdiskussion hat gezeigt: Der Dialog zwischen Politik und Wirtschaft ist da – jetzt kommt es darauf an, ihn ernsthaft weiterzuführen und in konkrete Maßnahmen zu übersetzen. Aschaffenburg hat enormes Potenzial als Wirtschafts- und Ausbildungsstandort. Dieses Potenzial müssen wir gemeinsam nutzen – pragmatisch, lösungsorientiert und mit Blick auf die nächste Generation.





